Entlang der Küste Westaustraliens

Nachdem Sabine wie geplant Ende Januar nach Deutschland zurückgekehrt war, habe ich zunächst noch einige Tage in Perth bei Freunden verbracht, bevor ich mich langsam auf den Weg gemacht habe.

Mein erster Stop war südlich von Fremantle am Woodman Point.

Freundlicher Pelikan auf der Woodman Point Ammunition Jetty

Von hier aus bin ich einige Male nach Safety Bay zum Kitensurfen gefahren. Dort gibt es eine kleine geschützte Lagune, wo ich geübt habe ohne Fußschlaufen auf meinem Wellenreitbrett zu kiten. Gar nicht so einfach und ich bin zig mal ins Wasser gefallen bevor ich die erste Halse „gestanden“ habe. Aber es war wunderbar warm, die Lagune ist ein ideales Übungsgelände und Kiten ist auch ein sehr geselliger Sport. Jeder hilft gerne dem anderen.

Weiter ging es dann nach Margaret River, ein Eldorado für Wellenreiter, Feinschmecker und Weinliebhaber. Louise hatte mir dort das „Conto`s Bushcamp“ empfohlen. Dieses Bushcamp macht mit seinen Plumpsklos ohne Spülung und minimalen Einrichtungen seinem Namen alle Ehre. Hier habe ich die diversen Annehmlichkeiten unseres Wohnwagen besonders zu schätzen gelernt, da ich die Körperpflege im Meer durch eine wunderbare Süßwasser Dusche am Wohnwagen ergänzen konnte. Auch der gut gefüllte Kühlschrank , der Aussengrill und mein Rotweinvorrat haben sehr zu meinem Wohfbefinden beigetragen. So lässt es sich als Lone Cowboy trefflich reisen…

Insgeheim habe ich trotzdem die Australier bewundert, die nur mit Minimalzelt, Schlafsack, Dosenproviant und Kochgeschirr ausgerüstet hier fröhlichen Natur- oder Wanderurlaub gemacht haben und denen dabei offenbar nichts abgegangen ist. Good on them!

Von Conto’s war es nicht weit nach Hamelin Bay, die man man guten Gewissens als traumhaft bezeichnen kann. Im kristallklaren Wasser pflegen ziemlich große Rochen und Badende eine friedliche Ko-Existenz. Man sagt, dass diese Rochen keine giftigen Stachel haben sollen, was ich aber nicht unbedingt auf die Probe stellen wollte und die Tiere deshalb lieber aus respektvoller Entfernung beobachtet und fotografiert habe.

Hamelin Bay Drone View by Lou
Close encounter

Hier geht es zu Louise’s phantastischen Drohnenfotos.

In Augusta hat mir besonders der Radweg entlang Blackwood River gefallen. Einzigartige und nahezu unberührte Natur. Dort, wo der Fluß ins Meer mündet, bin ein paar Kiten gegangen.

Da jeder Kiter beim Start und der Landung die Hilfe eines anderen braucht, ist man im Nu im Gespräch und hat Kontakt. So habe ich dort interessante Leute kennen gelernt. Gitti und Phillip aus Süddeutschland und Ben Knapinsky, ein recht bekannter australischer Landschaftsfotograf. Hat Spaß gemacht.

Blackwood River im Morgenlicht

Von Augusta ging es dann nach Windy Harbour. Dieser Ort liegt fernab der Touristenströme und macht seinem Namen alle Ehre. Ich hatte auf meiner Camping App gesehen, dass es dort einen kommunalen Campingplatz direkt am Strend gab und gelesen, dass man super Fischen können sollte, vor allem während der Lachsforellensaison, die angeblich unmittelbar bevor stand. Der nette Caretaker vom Campingplatz verkaufte mir noch eines seiner persönlichen „Salmon Riggs“ und verriet, dass Calamare der beste Köder Hier also sollte mein Angler Durchbruch geschehen. Mit Dave, einem netten Camping Nachbarn aus Queensland verabredete ich mich beim Bier für den nächsten Tag am Salmon Beach. An diesem ziemlich wildromantischen Stück Küste wird überall wegen starker Strömungen vor dem Baden gewarnt.

Aber zum Baden waren wir ja ohnehin nicht gekommen. Wir wollten Lachsforellen fangen. Aber anstatt eines 4-Kilo Lachses habe ich am Ende nur einen 500 Granm schweren Hering gefangen.

Mein Abendessen

Der arme muss verzweifelt hungrig gewesen sein, sich an dem für ihn viel zu großen Hakten zu verbeißen. Ich hätte zwar lieber einen 4 Kilo Lachs gefangen, aber der 500 Gramm Hering hat auch lecker geschmeckt. Auch war ich froh, überhaupt mal etwas gefangen zu haben…

Nach Windy Harbour ging meine Route über den Tondirrup National Park, Albany, Cheynes Beach und dann wieder zurück nach Albany, wo unser Touareg einen Service für die Rückfahrt durch die Nullarbor Ebene nach Victoria brauchte.

Albany ist eine lebendige Kleinstadt mit netten Restaurants und Cafés umgeben von phantastischen Küstenlandschaften. Ich habe hier drei Tage verbracht und mich mit einer alten Freundin getroffen, mit der ich in der 90er Jahren zusammen beim Konsulat in Perth gearbeitet habe. Sie hat mir viel von Albany erzählt, mir Tips gegeben und mir den Autoservice vermittelt. Herzlichen Dank Sabine!

Hier ein paar Bilder von Albany und Umgebung:

Am 22.03. habe ich mich dann auf den Rückweg in Richtung Mornington Peninsula gemacht. Laut Google Maps waren knapp 3800 km. Diese Strecke alleine zu fahren, stand mir schon ein wenig bevor, aber ich wollte ja Abenteuer, worüber ich mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr so sicher war….

Damit verabschiede ich mich für heute. Viele Grüße und bleibt uns gewogen.

Ciao!

Wolfgang

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